VERLUSTARME SPRÜHTECHNIK

 

Stand in der Vergangenheit fast ausschließlich die biologische Wirkung von Pflanzenschutzmitteln im Vordergrund, so sind es gegenwärtig und in Zukunft weitere Aspekte. Die Reduktion von Abdrift, Lärm, Wirkstoffverluste, Zeitaufwand für die Behandlung, Boden- und CO2 Belastung und des Wasseraufwandes sind die Herausforderungen moderner Applikationstechnik geworden. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden ist es notwendig Sprühgeräte zu optimieren.

 

 

 

Getestete GebläseTYPEN

Die Fachgruppe des Verbandes bzw. die Prüfstellen der Kooperation haben u. a. folgende Gebläsetypen für das Programm "Verlustarm Sprühen" getestet. Nachstehende Gebläsetypen können für "Verlustarm Sprühen" eingesetzt werden. Die Typenprüfung wird mit einer Mindestluftgeschwindigkeit von 4m/s durchgeführt (siehe Prüfparameter) und ersetzt nicht die Optimierung der Luftverteilung am Einzelgerät!

 

L

Lochmann APS 3 / 60QZ

Lochmann APS 5 / 90QB

Lochmann RPS 10 / 80UQ

Lochmann RPS 10 / 90UQ

Lochmann RPS 10 / 90UQH

Lochmann RPS 20 / 90Q

Lochmann RPS 8 / 80UQW

Lochmann RPS 10 / 80UQ2

Lochmann APS 5 / 90QB2

Lochmann RPS 8 / 80UQW2

Lochmann RPS 10 / 90UQ2

Lochmann RPS 10 / 90UQH2

Lochmann RPS 20 / 90Q2

 

M

Mitterer 81 VV - V15

Mitterer 70 VV

Mitterer 60 VV

 

S

Steiner AS 11Q

 

W

Waibl Q/ST

-

Wanner K36GA mhA

Wanner KA32

Wanner KA32S

Wanner KG36GA nA

Wanner KA28

Wanner KH63

-

Weber Q15

 

Z

Zupan DT Maxi-O

Zupan DT CR-O

Zupan DT-O

Zupan DT-V

Zupan DT

Zupan HKA-V

 

 

 

Links:

Download Prüfparameter

Download Kriterien für "Verlustarm Sprühen"

Anmeldung zur Geräte-Typenprüfung (nur für Hersteller/Vertreiber)

Kosten der Typenprüfung

 

*ohne Anspruch auf Vollständigkeit, vorbehaltlich Irrtum, Satz- und Darstellungsfehler                                      Stand 28.06.2017

Die Prüfprotokolle können nach Rücksprache jederzeit eingesehen werden. Bei Interresse senden Sie bitte ein E-Mail an fachgruppe@obstwein-technik.eu

 

 

 


was ist der unterschied?

 

Bei optimierten Geräten kann die Gebläse-Flügeldrehzahl an die Kultur angepasst werden, da die Luftmengen und die Luftgeschwindigkeiten innerhalb der Arbeitshöhe symmetrisch und gleichmäßig verteilt sind (siehe Grafik "optimiert"). Der Luftstrom erreicht den Baum hier in jeder Zone gleichzeitig und mit gleicher Stärke. So kann die Gebläse-Flügeldrehzahl meist mehr als 50% verringert werden. Dadurch reduzieren sich Abdrift, Lärm, Wirkstoffverluste und die CO2-Emission und es verbessert sich die Belagsbildung aufgrund optimierter Luftgeschwindigkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

Copyright Obst-Wein-Technik

Nicht optimiert

Bei nicht optimierten Geräten kann die Gebläse-Flügeldrehzahl nicht an die Kultur angepasst werden, da die Luftmengen und die Luftgeschwindigkeiten innerhalb der Arbeitshöhe zu stark variieren und nicht symmetrisch sind (siehe Grafik "nicht optimiert"). Um den Baum in jeder Zone zu erreichen ist es notwendig, die Gebläse-Flügeldrehzahl  und die Fahrgeschwindigkeit so zu wählen, dass auch der Luftstrom in seiner schwächsten Zone den Baum durchdringt. Dadurch kommt es zu einer überhöhten Luftmenge und Luftgeschwindigkeit in allen anderen Zonen. Das führt zu hohen Abdrift-, Lärm- und Wirkstoffverlustverlusten mit hohen CO2-Emissionswerten und zu verminderter Belagsbildung.

 

 

 

 

Copyright Fachgruppe Technik

Einfluss der Fahrgeschwindigkeit auf den Gebläseluftstrom

Im Forschungsprojekt "Luftmessung in Fahrt" (2011-2014) wurden die Zusammenhänge von Geschwindigkeit und Volumen des Gebläseluststroms in Abhängigkeit von Fahrgeschwindigkeit, Reihenweite und Belaubungszustand erforscht. Diese Zusammenhänge fließen in die Optimierung der Applikationsparameter und der Gebläsesprühgeräte mit ein und finden im FLZ-Modell ihre Anwendung. Nähere Informationen dazu gibt es im Fachbeitrag "Determination of the influence of the driving speed on the application parameters of orchard sprayers".

 

 

 

VORTEILE VERLUSTARMER SPRÜHTECHNIK

Die Steigerung der Effizienz und die Schonung der Ressourcen durch Optimierung bedeutet oft ein "Weniger" gegenüber der herkömmlichen Praxis:

 

-Weniger Wasseraufwand für die Ausbringung der PSM

-Weniger Zeitaufwand für das Vorbereiten der Brühe und für die Applikation

-Weniger Anwenderbelastung durch weniger Befüllvorgänge, kürzere Ausbringzeiten

-Weniger Bodenbelastung durch weniger Abtropfverluste

-Weniger Abdrift durch optimierte Applikationsparameter

-Weniger Mittelverbrauch durch verringerung der Verluste (Abdrift, Abtropfverluste)

-Weniger Treibstoffverbrauch durch reduzierte (an die Kultur angepasste) Gebläseluft

-Weniger CO2 Belastung und weniger Lärm

 

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